Die milaa eröffnet eine weitere Krisen- und Clearingeinrichtung für Jugendliche in Berlin Wedding

Veröffentlicht am

Bis zu 10 junge Menschen aus Berlin sowie unbegleitete minderjährige Flüchtlinge finden ab sofort in der Einrichtung „MILaa 65“ Hilfe und Unterstützung.


In einer alten Lackfabrik in der Müllerstraße 138 b finden die jungen Menschen zwischen 14 und 17 Jahren künftig eine temporäre Unterbringung und Betreuung zur Krisenbehebung und Perspektivklärung. Damit ergänzt die milaa ihr Angebot in der Jugendhilfe, das sich bisher an zwei Berliner Standorten speziell um die Problemlagen junger Menschen und deren Familien kümmert.

„Meistens sind die jungen Menschen von sozialem Ausschluss betroffen, sind von den Eltern der Wohnung verwiesen, aus anderen Einrichtungen entlassen oder von Schulen suspendiert worden. In anderen Fällen flüchten junge Menschen vor körperlichem und seelischem Leid. Aber auch unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, die ganz eigene Hintergrundgeschichten mitbringen und zum Teil traumatisiert sind, suchen und finden bei uns Annahme und Unterstützung“, erklärt Kai Gembalies, Leiter der Krisen- und Clearingeinrichtung MILaa 65 und MILaa Mitte.

eroeffnung_milaa_65Die Unterbringung erfolgt dabei durch die Jugendämter oder den Jugendnotdienst, die bei den Krisen- und Clearingeinrichtungen anfragen, um die Jugendlichen in kurzfristige Obhut zu bringen. Dabei geht es zunächst um die Sicherstellung der existenziellen Bedürfnisse, also die Versorgung mit einem Schlafplatz, mit Essen und Trinken, einer Gesundheitsfürsorge, aber auch die empathische Aufnahme.

Für die Jugendlichen, die von der Schule suspendiert oder nicht mehr schulpflichtig sind, soll es in der Einrichtung eine „bildungsmotivierende Werkstatt“ geben, die nicht nur bildungsfördernde Aktivitäten anbietet, sondern auch eine klare und sinnerfüllte Tagesstruktur schafft, die den Jugendlichen Sicherheit, Stabilität und Orientierung geben soll.

Das Motto der Kolleginnen und Kollegen lautet: „Solange wie nötig und so kurz wie möglich“. Angestrebt wird eine möglichst kurzzeitige Intervention und Unterbringung in der Kriseneinrichtung und eine gute Vorbereitung entweder einer Rückkehr in die Herkunftsfamilie oder der Vermittlung in eine passende Anschlusseinrichtung wie beispielsweise in Wohngruppen oder betreutes Einzelwohnen.

 


Zurück