Gemeinsam das Zuckerfest gefeiert

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Nach 30tägigem Fasten wird das Zuckerfest drei Tage lang gefeiert. Es gehört zu den wichtigsten muslimischen Feiertagen.


Blauer Himmel, strahlender Sonnenschein, lächelnde Gesichter, ausgelassene Stimmung und fröhliche Kinder, die sich auf dem Spielplatz austoben oder dem Zauberkünstler gespannt zuschauen. Eine bunt gemischte Menschenmenge, die sich offen und neugierig begegnet und sich trotz einiger Sprachbarrieren angeregt austauscht. Ein geselliges Beisammensein und ausgiebiges Schmausen von landestypischen  Speisen. Dieses Bild zeigte sich am Donnerstag, den 7. Juli beim Zuckerfest, welches die Bewohnerinnen und Bewohner der Notunterkunft Buckower Damm und der Gemeinschaftsunterkunft Ostpreußendamm gemeinsam mit Mitarbeitern, Nachbarn und Ehrenamtlichen zum Ende des Fastenmonats Ramadan im Innenhof der Gemeinschaftunterkunft gefeiert haben.

Für Muslime in Syrien, dem Irak und in anderen umkämpften Gebieten ist das Fest seit einigen Jahren überschattet von Krieg und religiösen und territorialen Konflikten.  „Viele unserer Bewohnerinnen und Bewohner sind vor Krieg und vor Gewalt geflüchtet. In Deutschland möchten Sie ein neues Leben beginnen. Die meisten der Flüchtlinge, die derzeit in unseren beiden Einrichtungen  leben,  sind Muslime und halten sich an die Regeln des Fastenmonats. Sowohl in unserer Notunterkunft in Neukölln als auch in unserer Gemeinschaftsunterkunft in Lichterfelde konnten Sie den Ramadan begehen“, so Jeanne Grabner, Geschäftsführerin der milaa gGmbH.

Während des Ramadans verzichten gläubige Moslems von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang auf Essen und Trinken. In der Notunterkunft am Buckower Damm fasteten fast 80 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner. Ausgenommen Kinder, Schwangere, alte und kranke Menschen. „Das Fasten bot unseren Bewohnerinnen und Bewohnern ein wenig Abwechslung im Alltag. Wenn die Sonne abends unterging, wurde gemeinsam das Fasten gebrochen. Ein orientalisches Buffet, welches extra für den Fastenmonat von einem orientalisch, libanesischen Restaurant bereitgestellt wurde, sorgte auch geschmacklich für ein wenig Abwechslung“, berichtet Philipp Fischer, Einrichtungsleiter in der Notunterkunft am Buckower Damm.

Nach 30tägigem Fasten wird das Zuckerfest drei Tage lang gefeiert. Es gehört zu den wichtigsten muslimischen Feiertagen. Muslime danken mit diesem Fest Gott dafür, dass sie die Kraft und die Ausdauer gefunden haben, die religiöse Pflicht des Fastens zu erfüllen. Kinder freuen sich besonders über Süßigkeiten und kleine Geschenke. Anlässlich des gemeinsamen Zuckerfestes am Ostpreußendamm haben einige Bewohnerinnen der Gemeinschaftsunterkunft mit viel Liebe und Ausdauer traditionelle süße Backwaren hergestellt, die dann besonders zur Freude der Kinder den Nachmittag versüßt haben.

Vielen Dank an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie an alle Ehrenamtlichen, die dieses Fest zu einem besonders gelungenen Erlebnis für unsere Bewohnerinnen und Bewohner gemacht haben.

 


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